Ein Dokument in der Besprechung mit dem Finger durchblättern, mit zwei Fingern in einen Plan zoomen oder Folien per Fingertipp an die richtige Stelle ziehen: Mit dem MacBook Pro mit PROLED XDR Display hält der Touchscreen Einzug in den Mac. Apple hat sein Profi-Notebook dafür zum ersten Mal seit 2021 komplett neu designt – dünner, leichter, mit Tandem-OLED, Dynamic Island und erstmals bis zu 16 TB Speicher. Was die Neuvorstellung für Ihren Arbeitsalltag bedeutet und für wen sich der Aufpreis lohnt, lesen Sie in diesem Überblick.
Das „Pro and tell"-Event, in dem das neue MacBook Pro angekündigt wurde
Apple hat seine Herbstneuheiten auf eine ganze Woche verteilt:
(1) Montag, 26. Oktober 2026: Das iPad mini der achten Generation bekommt erstmals ein OLED-Display (8,5 Zoll, Super Retina XDR), den A20-Pro-Chip, ein nur 5,4 Millimeter dünnes Gehäuse und erstmals Schutz gegen Staub und Wasser nach IP67. Neu sind auch die Frontkamera an der langen Seite und ein „Acoustic Display", das den Ton über das Display abstrahlt.
- Siehe: <iPad mini mit OLED-Display und A20 Pro: Apples kleinstes Tablet bekommt sein größtes Update>
(2) Dienstag, 27. Oktober: Der iMac erhält den M6-Chip (ab 1.799 Euro), ebenso das 14-Zoll-MacBook Pro als neues Basismodell (ab 2.299 Euro).
(3) Mittwoch, 28. Oktober: Auf dem Event „Pro and tell" stellt Apple-CEO John Ternus das MacBook Pro mit PROLED XDR Display vor – den ersten Mac, den Sie per Touch bedienen.
Drei Themen ziehen sich durch die Woche: OLED-Displays ziehen vom iPad bis zum Mac in immer mehr Produktlinien ein. Künstliche Intelligenz rückt mit Apple Intelligence und dem neuen Siri („Siri AI") weiter in den Mittelpunkt – der M6 erledigt KI-Aufgaben auf dem Gerät bis zu fünfmal schneller als der M4. Und der hauseigene Netzwerkchip N1 bringt allen neuen Geräten WLAN 7 und Bluetooth 6. Übrigens: Die im Vorfeld kursierenden Namen „MacBook Ultra" oder „MacBook Studio" haben sich nicht bewahrheitet – Apple bleibt beim bewährten Namen MacBook Pro.
Highlights des neuen MacBook Pro mit PROLED XDR Display
Das neue Topmodell trägt sein Display gleich im Namen – und das aus gutem Grund. Apples eigener Anspruch: „Spürbar Pro."
PROLED XDR: Tandem-OLED mit Touch
Das PROLED-XDR-Display arbeitet mit Tandem-OLED-Technik: Zwei Ebenen selbstleuchtender Pixel sorgen für bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR- und SDR-Inhalten, 1.000 Nits durchgehende Helligkeit im Vollbildmodus und ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1. ProMotion passt die Bildwiederholfrequenz zwischen 10 und 120 Hz an, neben P3 wird jetzt auch der Adobe-RGB-Farbraum abgedeckt – für alle, die mit Druckvorlagen oder Fotografie arbeiten, eine echte Erleichterung. Gegen Spiegelungen gibt es optional Nanotexturglas, das direkt in das Deckglas geätzt wird.
Der Touch-Sensor ist direkt in das Displaypanel integriert statt darübergelegt – das hält die Verzögerung so gering, dass Scrollen, Zoomen, Drehen und Zeichnen auf dem Display genauso direkt funktionieren wie auf dem Trackpad. Sie blättern durch einen Vertrag, kommentieren eine Folie per Fingertipp oder ziehen ein Fenster genau dorthin, wo Sie es brauchen; ein Doppeltippen schaltet in den Vollbildmodus. Ein neu konstruiertes Scharnier hält das Display bei Berührungen stabil. macOS 27 ist auf die Touch-Bedienung vorbereitet, und Entwicklerinnen können damit auch die Touch-Eingaben ihrer iPhone- und iPad-Apps direkt am Mac testen.
Die Dynamic Island kommt auf den Mac
Wo bisher die Notch saß, arbeitet jetzt die Dynamic Island – erstmals auf einem Mac. Sie ist das neue Zuhause für Spotlight, Live-Aktivitäten und Siri AI: Sie suchen Dokumente, sehen den Status einer AirDrop-Übertragung oder einer Lieferung, steuern die Musikwiedergabe oder stellen eine Frage – alles an einer festen, gut erreichbaren Stelle oben im Bildschirm. Gleichzeitig entfällt die Aussparung im Menüleistenbereich, die Displayränder werden schmaler.
Neues Design: dünner, leichter, mit leuchtendem Logo
Es ist die erste grundlegende Designüberarbeitung des MacBook Pro seit 2021. Das 14-Zoll-Modell wiegt nur noch 1,38 kg statt bisher rund 1,6 kg – das sind etwa 230 Gramm weniger; beim 16-Zoll-Modell sinkt das Gewicht von rund 2,1 kg auf 1,82 kg. Auch die Gehäusehöhe schrumpft auf 1,5 beziehungsweise 1,6 Zentimeter. Wer das Notebook täglich zwischen Büro, Terminen und Zugfahrten transportiert, spürt das sofort. Eine Reminiszenz gibt es obendrauf: Das beleuchtete Apple-Logo auf dem Deckel kehrt zurück. Zur Wahl stehen die Farben Space Schwarz und Silber.
M5 Pro und M5 Max: bis zu 128 GB Arbeitsspeicher und 16 TB Speicher
Im MacBook Pro mit PROLED XDR Display arbeiten der M5 Pro oder der M5 Max. Beim Arbeitsspeicher reicht die Spanne von 24 GB bis zu 128 GB (M5 Max) – genug, um auch große KI-Modelle komplett lokal laufen zu lassen. Beim Speicher gibt es erstmals eine 16-TB-Option: Ganze Foto- und Videoarchive oder umfangreiche Mandantenakten bleiben so lokal auf dem Gerät, statt auf externe Laufwerke ausgelagert zu werden. Ein neu designtes Wärmemanagement hält die Leistung auch unter Last konstant – im Akkubetrieb steht die volle Leistung zur Verfügung.
Audio, Kamera, Anschlüsse und Batterielaufzeit
Das neu abgestimmte System aus sechs Lautsprechern liefert 50 Prozent tiefere Bässe – Videokonferenzen klingen voller, Musik nebenbei hat Substanz. Die 12-Megapixel-Kamera mit Center Stage hält Sie in Videocalls automatisch im Bildausschnitt. Bei den Anschlüssen bleibt alles Bewährte: dreimal Thunderbolt 5 mit bis zu 120 Gbit/s, HDMI für den Beamer im Sitzungszimmer, SDXC-Kartenslot, MagSafe 3 und Kopfhöreranschluss. Der M5 Pro versorgt bis zu drei externe Displays, der M5 Max bis zu vier; für professionelle Videoproduktionen unterstützen die Anschlüsse jetzt Genlock zur exakten Synchronisation mehrerer Geräte. WLAN 7 und Bluetooth 6 kommen über den N1-Chip.
Bei der Batterielaufzeit kostet der Touchscreen nichts: Das 16-Zoll-Modell hält mit M5 Pro bis zu 24 Stunden durch (mit M5 Max 22 Stunden), das 14-Zoll-Modell 22 beziehungsweise 20 Stunden. Schnellladen bringt in 30 Minuten wieder 50 Prozent. Wer noch ein Intel-MacBook Pro nutzt, gewinnt bis zu 13 Stunden Laufzeit.
Nachteile
Preis: Das PROLED-XDR-Modell kostet rund 400 US-Dollar mehr als das Standard-MacBook Pro mit denselben Chips. Nach oben gibt es kaum Grenzen: Mit M5 Max, 128 GB Arbeitsspeicher, 16 TB Speicher und Nanotexturglas erreicht das 16-Zoll-Modell in den USA 14.549 US-Dollar. Allein der Speicherausbau von 2 auf 16 TB schlägt dort mit 7.000 US-Dollar zu Buche, der Schritt auf 128 GB Arbeitsspeicher mit 2.000.
Kein Mobilfunk: Trotz neuem N1-Chip und WLAN 7 gibt es weiterhin keine Option für mobiles Internet. Unterwegs ohne WLAN sind Sie nach wie vor auf den Persönlichen Hotspot Ihres iPhone angewiesen.
Gleiche Chips auch günstiger: M5 Pro und M5 Max stecken auch im Standard-MacBook Pro ohne Touch, das im Programm bleibt – das 16-Zoll-Modell startet dort bei 3.399 Euro. Wer die Touch-Bedienung nicht braucht, bekommt dieselbe Rechenleistung für deutlich weniger Geld.
Abgespeckter Chip im 14-Zoll-Einstieg: Die günstigste 14-Zoll-Konfiguration kommt mit einer M5-Pro-Variante mit 15 CPU- und 16 GPU-Kernen. Die vollen 18 CPU- und 20 GPU-Kerne kosten Aufpreis – im 16-Zoll-Modell sind sie Serie.
Offene Langzeitfragen: Tandem-OLED gilt als langlebig, wie sich die Technik über Jahre bei statischen Inhalten wie der Menüleiste schlägt, müssen erst Langzeittests zeigen. Und die Farbauswahl beschränkt sich auf Space Schwarz und Silber. Wer vor einem oder zwei Jahren ein MacBook Pro mit M4 Pro oder M4 Max gekauft hat, für den lohnt der Wechsel vor allem wegen Display und Touch – bei der reinen Rechenleistung ist der Sprung überschaubar.
Technische Details
MacBook Pro mit PROLED XDR Display
| Merkmal | 14 Zoll | 16 Zoll |
|---|---|---|
| Display | 14,2 Zoll PROLED XDR (Tandem-OLED), Touch, 10–120 Hz, bis 2.000 Nits, optional Nanotexturglas | 16,3 Zoll PROLED XDR (Tandem-OLED), Touch, 10–120 Hz, bis 2.000 Nits, optional Nanotexturglas |
| Dynamic Island | Ja (Spotlight, Live-Aktivitäten, Siri AI) | Ja (Spotlight, Live-Aktivitäten, Siri AI) |
| Chip | M5 Pro (15-Core CPU, 16-Core GPU), optional M5 Pro (18/20) oder M5 Max (18-Core CPU, 32- oder 40-Core GPU) | M5 Pro (18-Core CPU, 20-Core GPU) oder M5 Max (18-Core CPU, 32- oder 40-Core GPU) |
| Arbeitsspeicher | 24, 48 oder 64 GB (M5 Pro); 36, 48, 64 oder 128 GB (M5 Max) | 24, 48 oder 64 GB (M5 Pro); 36, 48, 64 oder 128 GB (M5 Max) |
| Speicher | 1, 2 oder 4 TB (M5 Pro); 2, 4, 8 oder 16 TB (M5 Max) | 1, 2 oder 4 TB (M5 Pro); 2, 4, 8 oder 16 TB (M5 Max) |
| Anschlüsse | 3 × Thunderbolt 5 (bis 120 Gbit/s), HDMI, SDXC, MagSafe 3, 3,5-mm-Kopfhöreranschluss | 3 × Thunderbolt 5 (bis 120 Gbit/s), HDMI, SDXC, MagSafe 3, 3,5-mm-Kopfhöreranschluss |
| Externe Displays | Bis zu 3 (M5 Pro) bzw. 4 (M5 Max) | Bis zu 3 (M5 Pro) bzw. 4 (M5 Max) |
| Kamera und Audio | 12 MP Center Stage, 6-Lautsprecher-System | 12 MP Center Stage, 6-Lautsprecher-System |
| Kabellos | WLAN 7, Bluetooth 6 (N1-Chip) | WLAN 7, Bluetooth 6 (N1-Chip) |
| Batterielaufzeit | Bis 22 Std. (M5 Pro) bzw. 20 Std. (M5 Max) | Bis 24 Std. (M5 Pro) bzw. 22 Std. (M5 Max) |
| Abmessungen (H × B × T) | 1,50 × 31,09 × 21,64 cm | 1,60 × 35,56 × 24,43 cm |
| Gewicht | Ab 1,38 kg | Ab 1,82 kg |
Preise und Verkaufsstart
MacBook Pro mit PROLED XDR Display
| Konfiguration | 14 Zoll | 16 Zoll |
|---|---|---|
| M5 Pro, 24 GB, 1 TB | ab 3.299 € | ab 3.899 € |
| M5 Max, 36 GB, 2 TB | ab 5.119 € | ab 5.599 € |
Der Speicherausbau auf 2 TB kostet 550 Euro Aufpreis, auf 4 TB 1.650 Euro.
Sie sparen als Gold und Platin ClubMitglied beim Kauf von Apple Hardware
Häufig finden im Mac Business Coaching Beratungen und Empfehlungen zum Kauf von Apple Geräten statt. Wir freuen uns, nicht nur die Beratung, sondern auch Rabatt beim Kauf dieser Geräte über unseren Partner Comspot zur Verfügung stellen zu können.
Bildnachweis: Apple








