Das "zukünftige Ich" ist ein Vorstellungskonzept über sich selbst. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es Ihnen in der Zukunft geht? Dann brauchen Sie sich nur Ihr "Jetzt" ansehen und wissen, welche früheren Tätigkeiten und Entscheidungen, Ihnen heute helfen oder Sie behindern. Das Konzept des "zukünftigen Ich" ist eine wichtige Methode, um Dinge so vorzubereiten und vorzuhalten, dass Sie ihnen als "zukünftigem Ich" helfen. Es ist quasi eine andere Person, trotzdem Sie selbst. Damit können Sie Ihr Leben positiv beeinflussen, indem Sie sich auf Ihre Zukunft sinnvoll und strategisch vorbereiten. Das betrifft natürlich viele Bereiche, z.B. auch Weiterbildung. Hier geht es aber vor allem um Inhalte, die Ihnen in der Zukunft immer wieder helfen. Hier spielen vor allem Notizen und Aufgabenlisten, aber auch der sogenannte "Erste schlechte Entwurf" wesentliche Rollen.
Darum geht's - TL;DR
- Das Konzept des “zukünftigen Ichs” bezieht sich auf die Vorbereitung und Unterstützung Ihrer zukünftigen Selbst.
- Durch die Nutzung von Vorlagen, Checklisten und Notizen können Sie Ihrem zukünftigen Ich helfen.
- Das Erstellen eines “ersten schlechten Entwurfs” ist ein wichtiger Schritt bei der Vorbereitung von Projekten und Kommunikation.
Ihr "heutiges ich" ist ein ehemaliges "zukünftiges Ich"
Es geht hier um das entspanntere Bearbeiten von Aufgaben, vor allem solchen, die sich wiederholen.
Genau jetzt sind Sie auch ein "zukünftiges Ich", aber ein ehemaliges. Vor einem Jahr, einem Monat oder einer Woche haben Sie Dinge unternommen, die ihrem heutigen Ich gut tun - oder Sie haben es eben nicht getan und Sie müssen die Aufgabe umständlich und zeitaufwändig bearbeiten oder wiederholen.
Besser: Bereiten Sie Inhalte und Funktionen für Ihr "zukünftiges Ich" vor
- Sie können eine Vorlage nutzen, die Sie erstellt haben
- Sie nutzen eine Checklliste
- Sie haben sich etwas auf Wiedervorlage gelegt
- Sie haben eine Einkaufliste gemacht
- Sie haben eine Reisecheckliste
- Sie haben eine Checkliste für Ihre Steuererklärung
- Sie haben eine ersten schlechten Entwurf erstellt für eine E-Mail, Artikel, Konzept
- Sie haben Infos in einem Kalendereintrag, um Sie sofort beim Termin griffbereit zu haben
- Sie haben Automatisierungen für Abläufe, die Sie immer wieder vornehmen.
Ihr zukünftiges Ich wird sich freuen, dass bereits Arbeit erledigt wurde
Es wird dankbar sein, dass Sie vorausgedacht haben und bereits einige Schritte in die richtige Richtung unternommen haben. Diese Sichtweise kann Ihnen dabei helfen, die Aufgaben, die Sie heute erledigen, in einem neuen Licht zu sehen.
Es ist auch wichtig zu erkennen, dass Sie nicht immer alles sofort erledigen müssen. Manchmal ist es besser, eine Aufgabe voranzutreiben und sie später zu beenden, wenn es weniger Aufwand bedeutet oder Sie konzentrierter sind. Ihr zukünftiges Ich wird in der Lage sein, die Aufgabe ziemlich schnell fertig zu stellen, wenn Sie bereits einen Großteil der Arbeit erledigt haben.
Eine hilfreiche Methode, um diese Ansätze umzusetzen, ist das Selbstmanagement mit "Getting Things Done" (GTD). Diese Methode hilft Ihnen, Ihre Projekte und Aufgaben zu organisieren. Es kann Ihnen dabei helfen, Ihr zukünftiges Ich zu unterstützen und Ihre Arbeit effizienter zu gestalten.
Die andere Seite der Medaille des Selbstmanagements ist das Wissensmanagement, was Ihnen hilft, Ihre Inhalte für Ihr zukünftiges Ich in einer sehr gut strukturierten und leicht auffindbaren Form zu gestalten.
Bei Wiederholungen besonders wichtig
Bei Dingen, die Sie regelmäßig tun, ist die Nutzung der o.g. Inhallte - und vor allem deren ständiger Verbesserung - extrem sinnvoll.
Aber selbst, wenn es nur eine einmalige Sache ist, Sie werden sich in dem Moment sehr freuen, wenn der Zeitpunkt Ihres "zukünftigen Ich" da ist, auf diese Informationen sofort zuzugreifen.
Besonders Notizen und Aufgabenlisten helfen Ihrem "zukünftigen Ich"
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Ihnen Notizen und Aufgabenlisten helfen können, Ihrem "zukünftigen Ich" zu helfen? Es mag wie eine einfache Sache erscheinen, aber das Schreiben von Notizen und Aufgabenlisten kann tatsächlich einen großen Einfluss auf Ihre Zukunft haben.
Indem Sie sich heute die Zeit nehmen, um Ihre Gedanken, Pläne, Informationen, Checklisten aufzuschreiben, können Sie Ihrem "zukünftigen Ich" helfen, organisiert und fokussiert zu bleiben. Sie haben sie dann jederzeit griffbereit, um sie produktiv einzusetzen.
Auch Projekt- und Aufgabenlisten dienen maßgeblich dazu, ihrem zukünftigen Ich Informationen mitzugeben, die es in dem Moment braucht, wenn es an diesen Projekten oder Aufgaben weiterarbeiten möchte. Behalten Sie das nicht alles im Kopf, sondern schenken Sie die Informationen Ihrem zukünftigen Ich auf dem Silbertablett. Es wird Ihnen sehr dankbar sein.
Also, wenn Sie sich das nächste Mal dabei erwischen, dass Sie Ihre Gedanken oder Pläne im Kopf behalten, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um sie aufzuschreiben. Sie werden überrascht sein, wie sehr es Ihrem "zukünftigen Ich" helfen kann, organisiert und fokussiert zu bleiben.
Der "Erste Schlechte Entwurf" - Ein entscheidendes Element für Ihr zukünftiges Ich
Beim Streben nach Spitzenleistungen, sei es beim Schreiben, im Geschäftsleben oder bei anderen kreativen Unternehmungen, ist das Erstellen des "ersten schlechten Entwurfs" eine sehr effektive Vorbereitung zum Abschluss einer Tätigkeit. Es ist der erste Versuch, eine nebulöse Idee in etwas Greifbares umzuwandeln, eine grobe und ungeschliffene Version, die als Grundlage für die weitere Verfeinerung dient.
Das Tolle daran: Meistens ist der erste schlechte Entwurf gar nicht so schlecht, denn es ist das, was Sie intuitiv entwickelt haben.
In dieser Phase liegt der Schwerpunkt auf der Quantität und nicht auf der Qualität, wobei klar ist, dass der Verfeinerungsprozess folgen wird. Und Ihr zukünftiges Ich wird sich sehr über diesen Entwurf freuen, wenn es weiter daran arbeitet.
Der "erste schlechte Entwurf" eines Konzepts
Bei der Entwicklung eines neuen Konzepts, ist der "erste schlechte Entwurf" ein wichtiger Teil des Brainstorming-Prozesses. Er ermöglicht es dem Schöpfer, seine Gedanken ohne den Druck der Perfektion auszusprechen, was zu einem freien Fluss von Ideen führt, der andernfalls durch Selbstkritik unterdrückt werden könnte. Dieser Entwurf ist nicht dazu gedacht, mit anderen geteilt oder geprüft zu werden. Er ist ein privater Spielplatz, auf dem sich die Kreativität austoben kann, ohne allzu großer Kritik ausgesetzt zu sein.
Die Rolle des "ersten schlechten Entwurfs" in der Kommunikation
Beim Verfassen von E-Mails oder Briefen dient der "erste schlechte Entwurf" einem etwas anderen Zweck. Er dient als "Brain Dump", in dem alle Gedanken, Argumente und Punkte ohne Rücksicht auf Kohärenz oder Etikette niedergeschrieben werden. In der beruflichen oder formellen Kommunikation steht viel auf dem Spiel, und der Druck, sich klar und präzise auszudrücken, kann lähmend sein. Indem man sich erlaubt, zuerst eine "schlechte" Version zu schreiben, kann man die Angst vor dem leeren Blatt und die Sorge, etwas falsch zu machen, überwinden.
Dieser Entwurf ist ein Hilfsmittel, um die Gedanken zu ordnen und sicherzustellen, dass alle notwendigen Punkte angesprochen werden. Es ist auch eine Gelegenheit, mit dem Tonfall und der Sprache zu spielen, die später verfeinert werden können, um dem Zielpublikum gerecht zu werden. Der "erste schlechte Entwurf" ist in diesem Zusammenhang ein Entwurf, den Sie nie zu Gesicht bekommen werden, der aber für die Ausarbeitung einer gut durchdachten und wirksamen endgültigen Botschaft entscheidend ist.
Der "erste schlechte Entwurf" in der Projektplanung
In der Projektplanung ist der "erste schlechte Entwurf" so etwas wie eine grobe Skizze des angestrebten Ergebnisses. Es handelt sich um einen vorläufigen Plan, der oft mit Lücken, Unsicherheiten und Annahmen behaftet ist. Er ist jedoch auch der Ausgangspunkt, aus dem ein detaillierter und ausführbarer Projektplan entstehen kann. Dieser Entwurf ermöglicht es Projektmanagern und -teams, ihre erste Vision festzuhalten und den Dialog darüber zu beginnen, was machbar ist, welche Ressourcen benötigt werden und welche potenziellen Hindernisse auftreten könnten.
In dieser Phase findet das Brainstorming statt, und hier werden oft die kreativsten Lösungen für Probleme gefunden. In dieser Phase können die Teammitglieder ihre Ideen einbringen, ohne Angst vor einem Urteil haben zu müssen. Der "erste schlechte Entwurf" eines Projektplans ist ein entscheidender Schritt bei der Erstellung eines Fahrplans, der das Team auf sein Ziel hinführt, und es wird erwartet, dass er sich weiterentwickelt, wenn mehr Informationen verfügbar werden und das Projekt voranschreitet.