Was sind Wissenseinheiten? Warum spielen Notizen als Wissenseinheiten eine so große Rolle?

Für geschäftliche Nutzer von Mac, iPhone und iPad spielen Wissenseinheiten eine immens große Rolle, auch wenn sie sich dessen wahrscheinlich nicht sehr bewusst sind. Durch die Digitalisierung gibt es sehr viele Elemente, die auf Ihren Geräten gespeichert sind, die für Sie einen hohen Wissenswert haben. Diese Elemente sind Wissenseinheiten und Sie sollten sehr bewusst damit umgehen. Wissenseinheiten können eine Datei, eine Notiz, eine Aufgabe, ein Eintrag in 1Password, ein Kalendereintrag, eine Mind Map uvm. sein. Wissenseinheiten können und sollten auch miteinander verbunden werden, um einen hohen Mehrwert zu erbringen. Dabei spielen Notizen eine besondere Rolle.


Darum geht's - TL;DR

  • Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Daten, Informationen und Wissen und wie man persönliches Wissen am besten organisiert und nutzt.
  • Dabei spielen Wissenseinheiten eine wichtige Rolle.
  • Eine Wissenseinheit ist eine Art der Organisation, bei der persönliches Wissen in diskrete Einheiten unterteilt und strukturiert wird.
  • Notizen sind ein wichtiges Werkzeug, um Wissen zu organisieren und zu strukturieren.
  • Digitale Notiz-Apps wie Evernote können dabei helfen, Wissen extern zu speichern und zu organisieren.
  • Das Hinzufügen von Notizen zu anderen Tools wie Aufgaben, Kalendern und Mindmaps kann die Suche, Erinnerung, den Kontext, die Zusammenarbeit und die Reflektion erleichtern.

Daten, Informationen, Wissen

Die Abgrenzung und Entwicklung von Daten zu Informationen zu Wissen ist sehr wichtig für alle Ihre digitalen Abläufe und es gibt einen eigenen Artikel dazu:

Hier steht die höchst-entwickelte Form in dieser Pyramide in der Spitze, nämlich Ihr persönliches Wissen - mit dem Sie konkret arbeiten. Es ist nur für Sie relevant, denn in dieser Form kann niemand anderes etwas damit anfangen.

Darin stecken die Wissenseinheiten, die für das "Benutzen" hochrelevant sind:

  • Lernen
  • Selbstmanagement
  • Entscheiden
  • Wissensaufbewahrung (externes Gedächtnis)

Und in diesen Benutzungsbereichen stecken die Wissenseinheiten.

Was ist eine Wissenseinheit?

Eine Wissenseinheit ist eine Art der Organisation, bei der persönliches Wissen in diskrete Einheiten unterteilt und strukturiert wird, um persönlich relevante Informationen zu speichern und abzurufen. Es kann alles von Dateien, Notizen, Aufgaben, Einträgen in 1Password, Kalendereinträgen oder Mind Maps sein, die durch die eigene, einzigartige Perspektive interpretiert und außerhalb Ihres Kopfes gespeichert werden.

Eine Wisseneinheit ist genau eine Ausprägung dieses persönlichen Wissens:

  • Eine Datei (selbst erstellt oder z.B. ein fertiges PDF)
  • Eine Notiz (z.B. in Evernote, aber auch innerhalb anderer Wissenseinheiten)
  • Eine Mitschrift auf Papier
  • Eine Aufgabe
  • Ein Eintrag in 1Password
  • Ablageeinheiten
  • Ein Kalendereintrag
  • Eine Mind Map oder sogar ein Element in dieser Mind Map
  • Ein Zitat aus einem Buch oder Artikel
  • Ein Foto oder Screenshot mit Anmerkungen
  • Eine Aufzählung Ihrer Gedanken zu einem Thema
  • Eine wichtige Webadresse
  • Ein Eintrag im CRM-System
  • Eine Kontakt-Adresse
  • Eine Textersetzung
  • uvm.

Eine Wissenseinheit ist ein Konzept, das dazu dient, Wissen in kleine, leicht verständliche Einheiten zu unterteilen und zu organisieren. Es kann verwendet werden, um Informationen über ein bestimmtes Thema strukturiert darzustellen und es ist eine nützliche Möglichkeit, komplexe Informationen zu vermitteln.

Warum sollten Sie in Wissenseinheiten "denken" und aktiv daran arbeiten?

Wenn Sie anfangen, in Wissenseinheiten zu denken, ergeben sich Vorteile:

  • Ablage und Suche wird erleichtert, wenn die Struktur der Wissenseinheiten und besonders ihrer Bezeichnungen vereinheitlicht sind
  • Wissenseinheiten helfen Ihnen, Ihre Gedanken zu organisieren und zu strukturieren.
  • Wissenseinheiten können Ihnen helfen, den Überblick zu behalten und sich auf komplexe Themen zu konzentrieren.
  • Wissenseinheiten ermöglichen es Ihnen, Ideen auf einfache Weise zu entwicklen, zu verarbeiten und zu verstehen.
  • Wissenseinheiten können und sollten miteinander verknüpft werden, z.B. eine Mindmap wird in einer Evernote-Notiz abgelegt oder Notizen werden untereinander verlinkt.
  • Wissenseinheiten und deren Verknüpfungen werden von Ihnen immer weiter entwickelt, so dass sie immer wertvoller für Sie werden.

Notizen spielen als Wissenseinheiten eine große Rolle

Notizen zu erstellen oder das Mitschreiben sind spätestens in Schule oder Uni wichtige Arbeitsweisen, die man aber auch erstmal erlernen muss. Viele kämpfen damit ein Leben lang, obwohl ihnen der Wert von Notizen absolut bewusst ist. Für die meisten von uns begann die Erfahrung des Mitschreibens so: mit einem Befehl des Lehrers und sehr wenig Anleitung, wie man ihn ausführt.

Wenn Sie Glück hatten, haben Sie vielleicht ein paar grundlegende Tipps zum Notieren erhalten. Machen Sie zwei Spalten. Verwenden Sie Abkürzungen. Unterstreichen Sie Schlüsselwörter. Schreiben Sie das Datum auf. Aber das war's dann auch schon. Oder Sie haben sogar fortgeschrittene Techniken wie Luhmanns Zettelkasten kennen gelernt.

Luhmanns Zettelkasten ist ein System der Wissensorganisation, das vom deutschen Soziologen Niklas Luhmann entwickelt wurde. Es besteht aus einer Sammlung von Karteikarten, auf denen Luhmann seine Gedanken und Ideen festhielt. Jede Karte enthielt eine kurze Notiz zu einem bestimmten Thema, das Luhmann interessierte. Die Karten waren numeriert und mit Schlagwörtern versehen, um sie später leichter wiederfinden zu können. Luhmann nutzte seinen Zettelkasten, um sein Wissen zu ordnen, zu erweitern und zu verknüpfen. Das System half ihm auch dabei, neue Ideen zu entwickeln und Zusammenhänge zwischen verschiedenen Themen zu erkennen. Der Zettelkasten von Luhmann ist heute ein bekanntes Beispiel für eine effektive Methode der Wissensorganisation und wird oft von Wissenschaftlern und Forschern verwendet.

Eine Anleitung, den etwas abstrakten Original-Zettelkasten in die Praxis umzusetzen, bietet Sönke Ahrens in seinem Buch "Das Zettelkasten-Prinzip: Erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen"

Der englische Titel des Buches spiegelt den Inhalt besser wider, denn es geht nicht nur um wissenschaftliches Schreiben, sondern um Notizen allgemein: "How to Take Smart Notes: One Simple Technique to Boost Writing, Learning and Thinking"

Die meisten gehen aber nicht sehr effektiv bei der Notizenerstellung vor

Das Anfertigen von Notizen (und insbesondere Zusammenfassungen) war vielleicht die wichtigste Art und Weise, wie Sie für Prüfungen gelernt oder schriftliche Arbeiten angefertigt haben. Aber sie war passiv, kurzfristig und nur für diesen speziellen Zweck.

Im normalen Leben sind Notizen aber der ultimative Weg, sich vieles andere zu erleichtern.

Allerdings:

  • Vielen ist nicht klar, worüber sie sich Notizen machen sollen.
  • Niemand sagt Ihnen, wann und wie Ihre Notizen gebraucht werden.
  • Die "Prüfung" kann zu jeder Zeit und in jeder Form kommen - also: wann brauchen Sie das Wissen überhaupt?
  • Es liegt an Ihnen, die Notizen für Ihren Mehrwert zu organisieren.
  • Sie brauchen klare Vorgehensweisen, um die Notizen für sich so zu nutzen, damit Ergebnisse zu erzielen.

Das bedeutet, die Wissenseinheit "Notiz" ist nicht nur dafür gedacht, auf Ihre Verwendung zu warten, sondern Sie sollten aktiv damit arbeiten und sie laufend verbessern.

Technologie erzeugt mehr Wissen, hilft aber dabei, es besser zu organisieren

Glücklicherweise hat dieselbe Technologie, die zu einer explosionsartigen Zunahme der Informationsmenge geführt hat, uns auch die Werkzeuge an die Hand gegeben, mit denen wir diese bewältigen können: digitale Notizen-Apps und andere Tools (v.a. Aufgabensysteme, Mind Map Programme)

Da unsere Notizen nun digital sind, können sie dauerhaft sein. Sie können langfristig Bestand haben und unsere langfristigen Ziele und Ambitionen unterstützen, ohne sich auf unser schwaches Gedächtnis zu verlassen.

Wenn Wissenseinheiten richtig bearbeitet werden, können Sie diese auf Ihrem Mac, iPhone und iPad für viele Aufgaben effizient nutzen.

Mac Business Coaching empfiehlt Evernote für die Notizenerstellung und Wissensverwaltung, denn Sie können damit:

  • Wissen extern speichern und organisieren.
  • Sie bilden ein grundlegendes Element beim Erwerb, Verständnis und Speichern von Wissen.
  • Notizen helfen, den Informationsfluss zu vereinfachen, wodurch es leichter wird, sich an Details zu erinnern und sie zu benutzen, wenn sie benötigt werden. Notizen ermöglichen es, komplexe Informationen in kleinere, leicht verständliche Einheiten zu zerlegen.
  • Notizen erleichtern es, neues Wissen zu verstehen und zu behalten. Wenn man Wissen in einfache, klare Notizen zerlegt, kann man sich leichter an sie erinnern und sie einfacher verstehen.
  • Durch Notizen können auch Verbindungen zwischen verschiedenen Konzepten hergestellt werden, da man sie auf eine Weise strukturieren kann, die es einem ermöglicht, verschiedene Ideen zu vergleichen und zu verknüpfen.
  • Notizen helfen auch, das Gedächtnis zu trainieren und die Fähigkeit zu verbessern, sich an Informationen zu erinnern, wodurch man beim Lernen effizienter wird.

Jede digitale Notiz ist wie ein Lesezeichen, das Sie an etwas erinnert, das Sie in der Vergangenheit gelernt haben, und das Sie zu der ursprünglichen Quelle zurückführt, wenn Sie es wieder abrufen wollen. Ihre Notizen sind wie ein Garten voller vertrauter, verschlungener Pfade, aber auch geheimer und abgelegener Ecken. Jeder Weg ist ein Sprungbrett zu neuen Ideen und Perspektiven.

Notizen sind aber nicht nur in Notizen-Systemen wie Evernote wichtig

In fast allen anderen Wissens-Systemen (Aufgaben, Kalender, Mindmaps, 1Password usw.) gibt es bei den einzelnen Wissenseinheiten auch die Option, Notizen zu ergänzen. Das ist eine extrem wertvolle Möglichkeit, Ihrem zukünftigen Ich zu helfen, mit der Wissenseinheit umzugehen.

Das Hinzufügen von Notizen zu Wissenseinheiten kann auf vielfältige Weise hilfreich sein:

  1. Suche: Die Einträge in den Notizen bei den Wissenseinheiten werden bei der Suche mit berücksichtigt. Dadurch erhöhen Sie die Chancen, das Richtige zu finden, auch wenn Sie nicht mehr sicher sind, wie Sie die Wissenseinheit benannt haben.
  2. Erinnerung: Notizen können dazu beitragen, dass Sie sich an wichtige Details erinnern, die Sie sonst vergessen könnten. Wenn Sie beispielsweise eine Aufgabe erstellen und wichtige Informationen dazu notieren, können Sie später darauf zurückgreifen und sicherstellen, dass Sie nichts vergessen haben.
  3. Kontext: Notizen können auch dazu beitragen, den Kontext einer Wissenseinheit zu verstehen. Wenn Sie beispielsweise eine Notiz zu einem bestimmten Projekt oder einer bestimmten Aufgabe hinzufügen, können Sie später schnell sehen, was das Ziel des Projekts oder der Aufgabe ist und welche Schritte erforderlich sind, um es abzuschließen.
  4. Zusammenarbeit: Wenn Sie Notizen zu einer Wissenseinheit hinzufügen, können Sie diese auch mit anderen Personen teilen, die an demselben Projekt oder derselben Aufgabe arbeiten. Dadurch wird die Zusammenarbeit erleichtert und alle Beteiligten haben Zugriff auf dieselben Informationen.
  5. Reflektion: Notizen können auch dazu beitragen, dass Sie Ihre Gedanken und Ideen zu einer bestimmten Wissenseinheit reflektieren und besser verstehen können. Wenn Sie beispielsweise eine Mindmap erstellen und Notizen zu den verschiedenen Verbindungen zwischen den Elementen hinzufügen, können Sie Ihre Gedanken besser ordnen und Zusammenhänge erkennen.

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