Wenn Sie kürzlich eine Benachrichtigung in macOS 26 Tahoe gesehen haben, die sagt „Unterstützung für Intel-basierte Apps endet" – das ist kein Zufall. Apple bereitet einen großen Umbruch vor. Ihre Intel-basierte App wird in einer zukünftigen macOS-Version nicht mehr funktionieren, es sei denn, Sie aktualisieren sie auf eine Apple-Silicon-Version.
Aber warum tut Apple das? Um das zu verstehen, müssen wir ein paar Jahre zurückgehen – zu einem Moment, der den Mac grundlegend verändert hat.
Von Intel zu M1 – der historische Wechsel
Jahrzehntelang bauten Macs auf Intel-Prozessoren auf. Das war praktisch – die gleiche Architektur wie Windows-PCs, ähnliche Entwicklungs-Tools, breite Kompatibilität. Aber Intel war auch eine Fessel.
2020 kündigte Apple an, dass es seine Mac-Linie von Intel-Prozessoren auf eigene Chips umstellen würde. Der erste war der M1-Chip – ein Prozessor, den Apple selbst entworfen hatte und der mehrere Innovationen mitbrachte: bessere Energieeffizienz, schnellere Leistung, engere Integration zwischen Hardware und Software. Dinge, die Intel nicht bieten konnte.
Das Problem war nur: Es gab Millionen von Macs mit Intel-Prozessoren und Millionen von Apps, die für Intel geschrieben waren. Nicht jede App konnte von heute auf morgen für Apple Silicon umgeschrieben werden.
Rosetta 2 – die Übergangslösung
Hier kam Rosetta 2 ins Spiel. Rosetta 2 ist eine Übersetzungsschicht – eine Art virtueller Übersetzer – die Intel-Apps so übersetzt, dass sie auf Apple-Silicon-Macs funktionieren. Die App läuft im Hintergrund, ohne dass Sie etwas bemerken. Ihre Intel-App funktioniert, als wäre sie nativ für den M1-Chip geschrieben.
Das war brilliant. Nutzerinnen und Nutzer konnten auf Apple-Silicon-Macs wechseln, ohne dass ihre alte Software sofort unbrauchbar wurde. Entwickler hatten Zeit, ihre Apps nativ für Apple Silicon zu schreiben – ohne Zeitdruck, ohne sofort alle Kunden zu verlieren.
📌 Beispiel:
Ein Anwalt, der auf einen M1-MacBook Pro wechselt, konnte seine alte Kanzlei-Software, die noch für Intel geschrieben wurde, weiterhin nutzen – Rosetta 2 macht's möglich.

Was das praktisch bedeutet: Die Roadmap
Rosetta 2 – was ändert sich für Sie?
Falls Sie einen Apple-Silicon-Mac haben (M1 oder neuer), passiert folgendes:
Jetzt (macOS 26 Tahoe)
Sie sehen diese Benachrichtigung „Unterstützung für Intel-basierte Apps endet" wenn Sie eine Intel-App öffnen. Das ist die Warnung.
- Öffnen Sie die betroffene App normal.
- Die Benachrichtigung erscheint oben im Fenster.
- Klicken Sie auf die Benachrichtigung oder besuchen Sie den App Store.
- Suchen Sie eine Universal oder Apple-Silicon-Version der App.

Danach (macOS 27 und später)
Intel-Apps werden einfach nicht mehr starten. Rosetta 2 wird nicht mehr verfügbar sein (außer in seltenen Fällen). Ihre einzige Option: App aktualisieren oder ersetzen.
So finden Sie Intel-Apps auf Ihrem Mac
Wenn Sie wissen möchten, welche Apps bei Ihnen noch Intel sind, können Sie das überprüfen:
- Öffnen Sie den Finder und navigieren Sie zu
Programme.
- Wählen Sie eine App aus und drücken Sie
Befehl + I (oder: Rechtsklick > „Informationen").
- Schauen Sie unter „Art" nach:
- Programm (Intel) = braucht Rosetta 2, wird künftig nicht mehr funktionieren
- Programm (Universal) = läuft nativ auf Apple Silicon, ist zukunftssicher
- Programm (Apple-Chip) = funktioniert nur auf Apple Silicon, ist zukunftssicher

💡 Pro-Tipp: Pro-Tipp: Sortieren Sie in Programme > Dienstprogramme > Systeminformation unter Anwendungen nach Typ. So sehen Sie auf einen Blick, welche Apps Intel-basiert sind.
Bildnachweis: Eigener Screenshot/ Systeminformationen, Liste der Programme Interbasiert
Was sollten Sie jetzt tun?
Keine Hektik: Bis macOS 27 erscheint, ist noch mindestens ein halbes Jahr Zeit. Nutzen Sie diese Zeit für eine ruhige Bestandsaufnahme.
Für Einzelnutzer
Prüfen Sie, ob Sie regelmäßig Apps nutzen, die noch Rosetta benötigen. Aktualisieren Sie diese Apps oder suchen Sie passende Alternativen. Viele Entwickler bieten bereits Apple-Silicon-Versionen an, oft sogar kostenlos für bestehende Lizenzen.
Bei alten, nicht mehr gepflegten Apps wie Skitch wird ein Wechsel nötig. Das ist ärgerlich, kann aber auch ein guter Anlass sein, alte Arbeitsabläufe zu verbessern.
Für Teams
Prüfen Sie im Team, welche Intel-basierten Apps noch genutzt werden. Planen Sie Updates, Alternativen und gegebenenfalls den Austausch alter Intel-Macs rechtzeitig ein.
Wichtig ist: Jetzt vorbereiten, nicht in Panik geraten. Der Wechsel kann auch helfen, veraltete Prozesse zu überdenken und effizientere Abläufe einzuführen.