Anatomie einer Apple ID Spam E-Mail - so lassen sie sich entlarven

E-Mail-Spam gehört leider immer noch und vielleicht sogar zunehmend zur digitalen Normalität. Früher war es ganz einfach, eine Spam-Mail zu erkennen. Doch die Spammer haben dazugelernt und nun gibt es Spam-E-Mails, die auf den ersten Blick so aussehen, als wären sie legitime Nachrichten von Apple oder anderen Unternehmen. Ein aktuelles Beispiel zeigt, dass die Spammer immer geschickter werden, um den Eindruck einer legitimen Mail zu erwecken. Glücklicherweise genügen nur ein paar Sekunden der Prüfung, um diese E-Mails als Spam zu entlarven. Darauf müssen Sie achten.


Darum geht's - TL;DR

  • E-Mail-Spam ist weiterhin ein Problem und wird immer raffinierter.
  • Spam-E-Mails sehen oft aus wie legitime Nachrichten von bekannten Unternehmen.
  • Es dauert nur wenige Sekunden, um Spam-E-Mails zu erkennen.
  • Spam-E-Mails können lästig sein und zu mehr Spam führen.
  • Klicken auf Links in Spam-E-Mails kann gefährlich sein und zu Phishing oder Viren führen.
  • Es gibt mehrere Anzeichen, um Spam-E-Mails zu erkennen, wie Rechtschreibfehler, ungewöhnliche Schriftarten und verdächtige Absenderadressen.
  • Es ist wichtig, komplexe Passwörter zu verwenden und sie nicht auf verschiedenen Websites zu wiederholen.
  • Überprüfen Sie die E-Mail-Header, um sicherzustellen, dass eine E-Mail legitim ist.
  • Aktuelle Beispiele zeigen, wie Spam-E-Mails aussehen können, aber es gibt immer Hinweise, um sie zu entlarven.
  • Apple und andere Unternehmen werden Sie nicht auffordern, persönliche Informationen per E-Mail preiszugeben.

Wie kann Spam E-Mail gefährlich sein?

Zunächst einmal nerven Spam-E-Mails natürlich, was aber nicht zwangsläufig gefährlich sein muss, wenn Sie sie direkt löschen. Sie können auf zwei Arten Schaden verursachen: Erstens führen sie zu mehr Spam, zweitens können sie richtig gefährlich sein.

Durch das Laden externer Inhalte, insbesondere Bilder und versteckte Pixel, erhält der Spam-Versender ein Signal, dass die E-Mail bei einer echten Person angekommen ist. Dies passiert erst recht, wenn Sie auf einen Link in der Mail klicken. Dadurch wird die E-Mail verifiziert und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass weiterhin Spam an diese E-Mail-Adresse gesendet wird. Deshalb haben E-Mail-Programme die Option, das Laden externer Inhalte zu blockieren.

Noch schlimmer ist es, wenn man aktiv auf einen Link klickt, um eine Aktion durchzuführen, z.B. sich auf einer gefälschten Phishing-Seite anzumelden. Oder Sie laden eine Software herunter, die dann womöglich noch installiert wird. In solchen Fällen, die leider nicht selten vorkommen, erhält der Absender der Spam-E-Mail sogar Zugangsdaten für diese Seite. Wenn diese Zugangsdaten dann auf verschiedenen Seiten verwendet wurden, entsteht echter Schaden, insbesondere finanzieller Natur. Daher sollten Sie immer unterschiedliche und komplexe Passwörter verwenden, am besten mit einem Passwort-Management-System wie unserem Club Benefit 1Password.

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Täuschend echt wirkende E-Mails als Spam erkennen

Ein erster Hinweis auf Spam ist, wenn Sie eine Aufforderung aufgrund einer Aktionen von ihnen selbst erhalten. Also z.B. dass Sie angeblich das Passwort geändert haben. Abgesehen davon, dass man gar keine Apple ID-Änderung oder Neu-Registrierung vorgenommen hat, gibt es diese Elemente, die verdächtig erscheinen.

 

apple id spam mail 1

Bildnachweis: apple id spam mail 1

1. Die E-Mail ist auf Englisch. Auch wenn das kein K.O. Kriterium ist, lässt es doch aufhorchen.

2. Rechtschreibung und Formulierungen sind fehlerhaft.

3. Unsaubere Verwendung von Schriftarten und Layout. So etwas würde Apple niemals durchgehen lassen. Im Footer ist eine andere Schriftart und es ist nicht zentriert. 

4. Aber den schlussendlichen Todesstoß bekommt eine Spam Mail mit dem Blick in den Absender: Der Klick in die Absender-Adresse zeigt Appleteam @ Service.com.

apple id spam mail 2

Bildnachweis: apple id spam mail 2

Wenn auch dort eine Adresse steht, die legitim sein könnte, lassen sich noch die kompletten E-Mail Header einblenden. Dort sehen Sie dann auch die tatsächliche Absende-E-Mail-Adresse.

Wenn Sie die genannten Punkte überprüfen, lassen sich die meisten Spam Mails entlarven.

Hier noch ein aktuelles Beispiel aus 2023

Auf den ersten Blick sieht diese E-Mail wirklich sehr danach aus, als würde sie von Apple kommen. Besonders perfide dabei ist, dass sich hier auf aktuelle Themen bezogen wird, nämlich die Abschaltung der Funktion "Mein Fotostream", bei dem man denken könnte, dass hier eine weitere Warnung dazu erfolgt und dann auch noch Angst geschürt wird, dass Inhalte verloren gehen könnten.

Ausserdem hat Apple gerade die Meldung dazu veröffentlicht, dass es Speichererweiterungen bei iCloud gab. Die Spammer spielen also damit, dass man vor kurzem E-Mails von Apple in diesen Zusammenhängen der Themen erhalten hat.

Aber auch hier können Sie relativ leicht nachvollziehen, dass es keine E-Mail von Apple ist.

Auch hier fällt das Design auf, was nicht den Qualitätsansprüchen von Apple genügen würde. Außerdem gibt es von Apple kein Treueprogramm, mit dem weitere 50 GB kostenlos erhältlich sind. Zusätzlich ist als Adresse unten Las Vegas angegeben. Immerhin ist diese E-Mail schon mal auf Deutsch im Vergleich zu der oben gezeigten.

Die oben genannten Kriterien gelten auch hier, sowohl die Bezeichnung Apple Customer Service ist ungewöhnlich, aber die dahinter steckende E-Mail Adresse stimmt schon mal gar nicht.

Auch können Sie sich vergewissern, ob Apple an ihrer iCloud- bzw. Apple-ID-E-Mail-Adresse gesendet hat, was in diesem Fall auch nicht stimmt.


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