Mit dem iPhone Duo hat Apple auf dem September-Event „Surprise and Shine“ sein erstes faltbares iPhone vorgestellt – und damit die größte Designveränderung der iPhone-Geschichte seit dem Original von 2007. Als klassisches „One more thing“ ließ Apple-Chef John Ternus das Gerät zum Abschluss der Veranstaltung erscheinen und sorgte damit für den größten Beifallssturm des Abends. Die Botschaft dahinter: Ein faltbares iPhone muss sich nicht anfühlen wie zwei zusammengesteckte Handys, sondern soll so natürlich und intuitiv zu bedienen sein wie ein iPad – ohne auf das Hosentaschenformat zu verzichten.
Das Apple Event, in dem das neue iPhone Duo angekündigt wurde
Die diesjährige September-Veranstaltung trug den Namen „Surprise and Shine“ und war die erste unter der Leitung des neuen Apple-CEO John Ternus. Neben dem neuen iPhone Duo wurden auch die neuen iPhone 18 Pro Modelle, die Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 sowie AirPods 5 vorgestellt. Die eigentliche Sensation sparte sich Ternus jedoch bewusst für den Schluss auf: das faltbare iPhone Duo, das die Menge im Steve-Jobs-Theater spürbar aus den Sitzen riss.
Unverkennbar nahm Apple dabei die Kritik an bestehenden Foldables anderer Hersteller auf der Bühne vorweg: Geräte, die sich anfühlten wie „zwei zusammengesteckte Handys“, mit quadratischem Display, gestauchtem vertikalem Scrolling und schwarzen Balken bei Filmen. Apples Anspruch lautete, ein Foldable zu bauen, das sich so natürlich und intuitiv bedienen lässt wie ein iPad – bei gleichzeitig kompakten Außenmaßen von etwa Reisepassgröße.
Highlights des Designs: Reisepassformat, Titan und das dünnste iPhone aller Zeiten
Geschlossen ist das iPhone Duo etwa so groß wie ein Reisepass (117,8 × 84,1 × 11,3 mm) und lässt sich einhändig bedienen. Die asymmetrische Form mit zwei abgerundeten Ecken fällt bewusst aus dem Üblichen heraus, und beide Gehäusehälften verbinden sich zu einem durchgehenden Rahmen, der das größte je gebaute iPhone-Display umschließt. Schmale, gleichmäßige Ränder und ein identisches Seitenverhältnis beider Displays sorgen dafür, dass Inhalte beim Auf- und Zuklappen nahtlos zwischen den Bildschirmen wandern.
Geöffnet misst das Duo nur 5,2 mm und ist damit das dünnste iPhone aller Zeiten – noch dünner als das iPhone Air. Um das zu erreichen, sind die Komponenten in der Kamera-Plattform gebündelt. Das Herzstück des Designs ist das Scharnier mit über 100 Präzisionsteilen: Es stützt die Displaymitte, liegt im geöffneten Zustand flach an und enthält ein Magnetarray für ein sauberes, sicheres Schließen. Der Rahmen aus Grade-5-Titanium ist präzisionsgefertigt und auf Spiegelfinish poliert; Scharnier und Gehäuse werden per KI-gestütztem Matching zusammengepasst, inklusive Konfokallaser-Scan und 3D-Druck von bis zu 25 Mikroschichten Photopolymer. Für Robustheit sorgen Stützrippen im Titanium-Rahmen, Antennentrennungen mit Keramikfaser-Inserts (dreifach stärker als Grade-5-Titanium), Ceramic Shield hinten, Ceramic Shield 2 vorn sowie IP68 mit Staubschutz und Wasserwiderstand bis sechs Meter für 30 Minuten.
Highlights des Innen- und Außen-Displays
Im geöffneten Zustand arbeitet ein 7,6-Zoll-Super-Retina-XDR-Display mit 1878 × 2670 Pixeln – 50 % mehr Fläche als beim iPhone 18 Pro Max und 80 % mehr als beim iPhone 18 Pro. Das 5,4-Zoll-Außen-Display bietet mit 1398 × 2034 Pixeln immer noch 90 % der Displayfläche des iPhone 18 Pro. Da beide Screens dasselbe Seitenverhältnis teilen, skalieren Apps und Videos beim Aufklappen proportional – der Eindruck eines durchgehenden Erlebnisses entsteht. ProMotion mit bis zu 120 Hz, Always-On und bis zu 3.000 Nits Helligkeit im Freien sind ebenfalls an Bord.
Ein individuelles Nanotextur-Finish reduziert Reflexionen deutlich, verleiht dem Display eine matte, hochwertige Haptik und minimiert die Sichtbarkeit des Falzes – gefertigt per maskenloser Laserlithographie mit einer Mikrolinse pro Pixel. Erste Hands-on-Berichte bestätigen: Der Falz ist mit dem Finger kaum zu ertasten. Der mehrlagige Displayaufbau kombiniert eine Custom-Polymer-Decklage mit 40 % mehr Steifigkeit, eine Apple-Beschichtung gegen Kratzer, hochfestes Glas ober- und unterhalb des OLED-Panels, viskoelastische Klebeschichten, die gleiten wie Buchseiten, sowie eine Titanplatte als Basis. Erstmals sitzt die FaceTime-Kamera diskret unter dem Innen-Display, und die Lautsprecher oben und unten ermöglichen Spatial Audio in Hoch- und Querformat. Später in diesem Jahr unterstützt das iPhone Duo den Apple Pencil (USB-C) auf beiden Displays.
Highlights von iOS 27 auf dem iPhone Duo
Mit iOS 27 denkt Apple die iPhone-Bedienung für das Falt-Format neu: Essenzielle Bedienelemente wandern an die Seite des Displays – inklusive vertikalem Dock, einer kompakten, flexiblen Statusleiste und einer vertikal positionierten Dynamic Island. Das schafft maximalen vertikalen Platz für Inhalte und einen minimalistischen Sperrbildschirm. Beim Aufklappen zeigen sich zwei Home-Screen-Seiten gleichzeitig, und auch Posteingang und Nachrichten lassen sich parallel anzeigen.
Besonders spannend für den Geschäftsalltag: Split View kommt erstmals aufs iPhone. Zwei Apps laufen nebeneinander, ein zweites Fenster derselben App – etwa Safari – ist ebenso möglich wie speicherbare App-Paarungen per Tippen auf den Teiler. Wer möchte, führt daneben ein Gespräch mit Siri AI, während auf der anderen Seite Inhalte gezeigt werden. Sensoren in beiden Gehäusehälften erkennen jede Orientierung und jede Falt-Position, Software und Audio sind pro Pose abgestimmt, und teilweise gefaltet weicht der Inhalt elegant der Faltzone aus.
Auch Standby wurde neu gedacht: Das Duo verwandelt sich abgestellt in Bilderrahmen, Widget-Hub oder Nachttischuhr – sogar ohne Ladegerät, mit neuen Gesichtern für Kalender und Wetter, Musik-Widgets und einem sanften Aufwachen per Wecker. Drittanbieter sind bereits an Bord: Netflix zeigt Clips auf dem Außen-Display, Zoom verwandelt das Innen-Display in einen immersiven Videokonferenzraum, Slack bringt das ganze Workspace in den Blick, und die Detail-App nutzt das neue Core-AI-Framework mit On-Device-Modellen. Ausgeliefert wird das iPhone Duo mit iOS 27.1; noch nicht angepasste Apps laufen zunächst mit schwarzen Balken, bis die Entwickler mit Xcode 27.1 nachziehen.
Highlights des Kamera- und Videosystems
Die 48-MP-Fusion-Hauptkamera mit großer Optik (ƒ/1.6), großem Sensor und Sensor-Shift-OIS liefert Zero-Shutter-Lag, 2× optische Tele-Qualität, 4K-Video mit 120 Bildern pro Sekunde sowie 4K-Dolby-Vision-Zeitraffer. Dazu kommt eine 48-MP-Fusion-Ultraweitwinkelkamera, wie sie auch im iPhone 18 Pro verbaut ist; Photographic Styles inklusive Film-Textur sorgen für charaktervolle Bilder.
Die Center-Stage-Frontkamera hält alle im Bild, und die FaceTime-Kamera unter dem Innen-Display steht auch für Freihand-Aufnahmen bereit. Mit Dual Capture lassen sich Front- und Rückkamera gleichzeitig aufnehmen – inklusive FaceTime, und mit Duo FaceTime kann eine zweite Person am Außen-Display am Gespräch teilnehmen. Selfies gelingen über die Hauptkameras, gesteuert per Vorschau auf dem Außen-Display; Duo Preview, Kid-Queue-Animationen, Smart Take (die KI folgt der Szene und löst aus, wenn alle bereit sind) und Full-Body-Weitwinkel-Selfies runden das Paket ab.
Highlights von A20 Pro, C2-Modem und Akkutechnik
Im Inneren arbeitet der A20 Pro, Apples erster Smartphone-Chip im 2-nm-Prozess, mit 6-Kern-CPU, 7-Kern-GPU mit Neural Accelerators, doppelter 16-Kern Neural Engine und 12 GB RAM. Eine neue Display-Engine steuert beide Displays gleichzeitig mit weichen Übergängen, und Direct-Die-to-Thermal-Packaging mit Vapor Chamber sorgt für bis zu 35 % mehr anhaltende Leistung gegenüber dem iPhone 17 Pro.
Das neue Apple C2-Modem optimiert per KI die Zuverlässigkeit der Verbindung, beschleunigt Reconnects, steigert Uploads um 50 % gegenüber dem C1X und verbraucht 15 % weniger Energie; 5G-mmWave ist zunächst in den USA verfügbar. Weltweit setzt Apple auf eSIM only, flankiert vom N1-Chip mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Zwei Hochenergie-Akkus – je einer pro Gehäusehälfte – laden und entladen sich nahtlos und gleichen sich gegenseitig aus. Die Videowiedergabe dauert bis zu 31 Stunden auf dem Innen- und bis zu 44 Stunden auf dem Außen-Display; bei gleicher Nutzung beider Screens sind bis zu 24 Stunden möglich. Kabelgebunden ist das Gerät in rund 20 Minuten zu 50 % geladen (60-W-Netzteil), und fünf Minuten Laden reichen für etwa fünf Stunden Video auf dem Außen-Display. Entgegen früherer Gerüchte unterstützt das iPhone Duo zudem MagSafe mit bis zu 25 W (Qi2.2) – 50 % in rund 30 Minuten –, sodass Ihre bestehenden MagSafe-Ladegeräte und -Halterungen weiterverwendet werden können.
Nachteile
Der Preis ist der offensichtlichste Kritikpunkt: In Deutschland startet das Duo bei 2.299 Euro und kostet in der 2-TB-Version 3.799 Euro – damit ist es das teuerste iPhone aller Zeiten, sogar teurer als ein 16-Zoll-MacBook Pro. Außerdem entfällt der Action Button; dafür gibt es die neue Seitentaste mit Touch ID und eine separate Kamerasteuerung. Eine dedizierte Telekamera gibt es ebenfalls nicht – der 2-fache Zoom wird rechnerisch aus dem Hauptsensor gewonnen –, und statt Face ID setzt Apple auf Touch ID im Seitknopf; wer beide Hände voll hat, kann das Gerät alternativ per Apple Watch entsperren.
Mit 254 Gramm ist das Duo das schwerste iPhone aller Zeiten, und geschlossen ist es mit 11,3 mm deutlich dicker als klassische iPhones. Der Apple Pencil (USB-C) wird unterstützt, muss aber separat mitgeführt werden – ein Stiftfach gibt es nicht, und der Pencil Pro funktioniert nicht. Apps, die noch nicht für das Falt-Format optimiert sind, zeigen zunächst schwarze Balken, und kabelloses Laden ist etwas langsamer als per Kabel.
Technische Details
Design und Displays:
- Geöffnet misst das Duo 117,8 × 164,6 × 5,2 mm, geschlossen 117,8 × 84,1 × 11,3 mm bei 254 Gramm.
- Der Grade-5-Titanium-Rahmen mit Spiegelfinish umschließt ein 7,6-Zoll-Innen-Display (1878 × 2670 Pixel, 430 ppi, Nanotextur) und ein 5,4-Zoll-Außen-Display (1398 × 2034 Pixel, 460 ppi); beide mit ProMotion bis 120 Hz, Always-On, 3.000 Nits outdoor und Apple-Pencil-Unterstützung (USB-C).
- Vorn kommt Ceramic Shield 2 zum Einsatz, hinten Ceramic Shield, die Schutzklasse ist IP68 (6 Meter/30 Minuten).
Leistung und Konnektivität:
- Der A20 Pro im 2-nm-Prozess mit 6-Kern-CPU, 7-Kern-GPU, dualer 16-Kern Neural Engine und 12 GB RAM wird durch eine Vapor Chamber gekühlt.
- Für Konnektivität sorgen das Apple C2-Modem (5G Sub-6, mmWave in den USA), der N1-Chip mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread, UWB der zweiten Generation sowie NFC – ausschließlich per eSIM.
Kameras, Akku und Software:
- Die 48-MP-Fusion-Hauptkamera (ƒ/1.6, 26 mm) mit Sensor-Shift-OIS wird von einer 48-MP-Fusion-Ultraweitwinkelkamera (ƒ/2.2, 13 mm, 120°) ergänzt; dazu kommen 4× optischer Qualitätszoom, 10× digitaler Zoom, 4K-120-Video, eine Center-Stage-Frontkamera und die FaceTime-Kamera unter dem Innen-Display.
- Die Dual-Akku-Architektur liefert bis zu 31 Stunden (Innen-Display) beziehungsweise 44 Stunden (Außen-Display) Videowiedergabe; Schnellladen erreicht 50 % in ca. 20 Minuten kabelgebunden (60 W) bzw. ca. 30 Minuten per MagSafe (25 W). Sicherheit bieten Touch ID im Seitknopf (mehrere Finger),
- Entsperren per Apple Watch, Emergency SOS via Satellit und Crash Detection. Ausgeliefert wird mit iOS 27.1, die Farbauswahl umfasst Sternenweiß und Nachthimmel.
Preise und Verkaufsstart
In Deutschland startet das iPhone Duo bei 2.299 Euro in der 256-GB-Version;
- 512 GB kosten 2.549 Euro,
- 1 TB 3.049 Euro und
- 2 TB 3.799 Euro.
Die Vorbestellung startet am 16. Oktober um 14 Uhr MESZ, der Marktbeginn folgt am 23. Oktober – zunächst in mehr als 70 Ländern, eine zweite Welle startet am 30. Oktober. Damit erscheint das Duo rund fünf Wochen nach dem iPhone 18 Pro (Vorbestellung 12. September, Marktstart 18. September), und Apple bietet wie gewohnt Trade-in-Angebote an.
Das iPhone Duo ist für Mac Business Coaching besonders interessant, weil es Smartphone und Tablet in einem Gerät vereint und mit Split View, Duo FaceTime und dem neuen Standby Arbeitsabläufe spürbar kompakter macht. Wenn Sie prüfen möchten, wie sich das faltbare iPhone in Ihre Geschäftsprozesse integrieren lässt, unterstützen wir Sie gerne – mit Einzelcoaching, Schulungen und passenden Impulsen im ClubLetter für alle ClubMitglieder.
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Bildnachweis: Apple











